Heute in Aschaffenburg, wo sich Geschichte und Gegenwart auf überraschende Weise begegnen. An der Willigisbrücke, wo seit 2020 fleißig an einem Regenüberlaufbecken gearbeitet wird, kommt es gerade zu einem archäologischen Fund, der das Herz eines jeden Geschichtsinteressierten höher schlagen lässt. Was hat man nicht schon alles in den Tiefen des Erdreichs gefunden? Aber das hier – das ist wirklich etwas Besonderes!

Bei den Arbeiten in etwa acht Metern Tiefe stießen die Bauarbeiter auf eine komplexe, mehrlagige Konstruktion aus Holz und Stein. Ein Uferbauwerk, vermuten Experten, das in direkter Verbindung mit der historischen Nutzung des Mains steht. Diese Reste erstrecken sich über beeindruckende 30 Meter! Wer hätte gedacht, dass unter unseren Füßen so viel Geschichte verborgen liegt? Die Holzreste sind dank ihrer Lage unterhalb des Mainpegels und im nassen Erdreich hervorragend erhalten geblieben. Ein kleines Glück, könnte man sagen!

Ein Blick in die Eisenzeit

Die Entdeckung einer gut erhaltenen hölzernen Struktur im März 2023 hat die Wissenschaftler aufhorchen lassen. Erste Annahmen deuten darauf hin, dass es sich um ein frühneuzeitliches bis neuzeitliches Bauwerk handelt. Aber halt, es wird noch spannender: Dendrolabor-Analysen zeigen, dass die Eichenhölzer im 4. Jahrhundert vor Christus gefällt wurden – also zwischen 370 und 250 v. Chr. Plötzlich stellt sich die Frage: Was haben wir bisher über die Eisenzeit gewusst? Diese Funde könnten unser Bild von dieser Epoche gehörig durcheinanderwirbeln!

Die Konstruktion besteht aus einer Mischung aus Holz und Stein, mit einer Trockensteinmauer in Richtung Main. Ein Zusammenspiel, das in der Eisenzeit selten nachgewiesen ist. Experten sind sich sicher: Hier könnte ein repräsentatives Bauwerk vorliegen, möglicherweise sogar der Standort eines eisenzeitlichen Macht-, Wirtschafts- oder Kulturzentrums. Man kann sich das kaum vorstellen – inmitten der modernen Stadt könnte sich das Erbe einer völlig anderen Zeit offenbaren!

Die nächsten Schritte

Was kommt als Nächstes? Weitere Grabungen und Dokumentationen sind für die nächsten sechs Monate geplant, um diese geheimnisvolle Struktur weiter zu erforschen. Es gibt viel zu beachten: Technische, statische und sicherheitsrelevante Anforderungen müssen bei den Arbeiten berücksichtigt werden, während die Stadt Aschaffenburg in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege die Funde dokumentiert.

Bereits in der Vergangenheit gab es in Aschaffenburg bedeutende Funde, die auf eine Siedlung in der jüngeren Eisenzeit hindeuten. Eine Tierkopffibel und ein goldener Fingerring sind nur einige der Schätze, die aus der Altstadt ans Licht kamen. Es scheint, als wäre Aschaffenburg ein wahres Schatzkästchen der Geschichte! Was wird uns als Nächstes noch erwarten? Das bleibt abzuwarten, aber eines ist sicher: Die Entdeckungen am Mainufer haben ein außergewöhnlich hohes wissenschaftliches Potenzial und könnten uns neue Einblicke in die Vergangenheit geben.