Heute ist der 20.07.2026 und die Sommerhitze hat uns fest im Griff, während in Bayern ein kleines, aber nicht zu unterschätzendes Drama um die Große Drüsenameise (Tapinoma magnum) entfaltet. Diese invasive Ameisenart, die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, hat sich in den letzten Jahren in Aschaffenburg, Hösbach und Nürnberg ausgebreitet und sorgt für gehörigen Ärger. Die kleinen Biester sind nicht nur lästig, sondern richten auch erhebliche Schäden an. Mauern werden unterhöhlt, Gräber gefährdet und heimische Insektenarten stehen auf der Liste der Verdrängten.

Erstmals tauchten diese Ameisen 2024 auf einem Friedhof in Markt Hösbach auf. Was dann folgte, war ein regelrechter Befall, der die Gemeinde Hösbach dazu brachte, einen Schädlingsbekämpfer hinzuzuziehen. Inzwischen sind auch in Nürnberg und Aschaffenburg zahlreiche Meldungen über die ungebetenen Gäste eingegangen. Besonders betroffen ist der Hösbacher Friedhof, wo die Ameisen eine Natursteinmauer unterhöhlt haben. Die Schäden an Gräbern, die hier gemeldet wurden, sind nicht zu unterschätzen. Da kann man sich schon mal fragen: Wer kümmert sich um unsere Friedhöfe?

Eine Ameisenplage breitet sich aus

Die Große Drüsenameise ist 2 bis 4 mm groß und hat eine dunkle Farbe, was sie nicht unbedingt zu einem Schönheitsideal macht. Bei Bedrohung gibt sie einen intensiven Duftstoff ab, der anscheinend eher unangenehm ist. In der Regel wird die Art über importierte Pflanzen und Erdtransporte eingeschleppt, was die Gefahr von weiteren Ausbreitungen erhöht. Auch die Nachbarländer Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden-Württemberg sind betroffen. In Kehl am Rhein wurde sogar ein Kinderspielplatz 2025 wegen der Ameisenplage gesperrt. So etwas macht einen schon nachdenklich.

Der Bauhof in Hösbach hat reagiert und setzt heißes Wasser zur Bekämpfung der Ameisen ein. Eine spannende Methode, die zeigt, dass man kreative Lösungen braucht, wenn die Dinge aus dem Ruder laufen. Experten empfehlen jedoch, von eigenen Insektiziden abzusehen, da diese das Grundwasser belasten und Nützlinge schädigen können. Ob das die richtige Strategie ist? Ehrlich gesagt, ich bin mir da nicht so sicher.

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Die Reaktion der Gemeinden

In Nürnberg wurden die Ameisen 2024 auf privaten Grundstücken entdeckt, und die Meldungen reißen nicht ab. In Aschaffenburg ist der Befall seit Sommer 2025 offiziell bestätigt. Eine Arbeitsgruppe wurde gegründet und eine Fachfirma aus Darmstadt engagiert, da die städtischen Lösungen nicht ausreichen. Grundstückseigentümer, die einen Verdacht auf Befall haben, werden gezielt angesprochen. Das LfU hat auch Empfehlungen für den Gartenbau ausgesprochen – heimische Pflanzenarten sollen das Risiko invasiver Arten senken. Ein kluger Ratschlag!

Die Situation ist also alles andere als rosig. Die große Frage bleibt: Wie können wir uns besser auf solche invasiven Arten vorbereiten? Vielleicht sollten wir uns alle mal ein bisschen mehr mit der Natur und ihren kleinen Bewohnern beschäftigen. Wenn die kleinen Tierchen schon so viel Ärger machen, dann ist es vielleicht an der Zeit, unsere Gärten und Parks genauer unter die Lupe zu nehmen.

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