In Bayern stehen große Veränderungen bei Rofu Kinderland an, dem beliebten Spielwaren-Händler, der mit seiner bunten Auswahl an Spielzeugen für Kinder und Jugendliche bekannt ist. Das Unternehmen hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet und befindet sich nun auf einem schmalen Grat zwischen Aufräumen und Neuorientierung. Wie Merkur berichtet, sind insgesamt 27 Filialen betroffen, die leider geschlossen werden müssen.

Rofu Kinderland, mit über 100 Geschäften in sieben Bundesländern und rund 2.000 Mitarbeitern, hat sich damit in einem äußerst schwierigen Marktumfeld positioniert. Die anhaltende Konsumzurückhaltung und die immer stärker werdende Konkurrenz durch den Online-Handel machen dem Unternehmen stark zu schaffen. Doch es gibt auch Lichtblicke: Am 24. April wurde ein Investor, die Kids & School Holding GmbH, gefunden und der Kaufvertrag wurde bereits unterzeichnet.

Der Räumungsverkauf läuft

Der Räumungsverkauf der geschlossenen Filialen hat am Anfang Mai bereits begonnen und wird voraussichtlich bis Juli abgeschlossen sein. Dies gibt den Betroffenen und den Kunden die Chance, noch einmal kräftig zuzuschlagen, bevor die Türen endgültig schließen. Rund 330 Mitarbeiter, überwiegend Teilzeitkräfte und Aushilfen, werden ihre Stelle verlieren, während mehr als 1.120 Arbeitsplätze damit gesichert bleiben können.

In der Zentrale in Hoppstädten-Weiersbach werden zudem über 80 Mitarbeiter der rund 360 Beschäftigten übernommen. Allerdings wird auch das Außenlager in Ramstein mit etwa 60 Stellen geschlossen, was die traurige Realität des Personalabbaus unterstreicht.

Betroffene Filialen in Bayern

Die Auswirkungen der Schließungen sind für viele Kommunen spürbar. In Bayern sind unter anderem folgende Standorte betroffen:

  • Ansbach
  • Donauwörth
  • Günzburg
  • Königsbrunn
  • Kulmbach
  • Neuburg an der Donau
  • Nördlingen
  • Schwandorf
  • Senden
  • Weißenburg

Eine vollständige Liste der geschlossenen Geschäfte wird zwar nicht veröffentlicht, jedoch wurden einige dieser Standorte bereits durch lokale Medien bestätigt.

Rofu hat ehrgeizige Pläne, ab August wieder eigenständig zu arbeiten und das Insolvenzverfahren erfolgreich abzuschließen. Ob dies gelingen kann, hängt wohl maßgeblich davon ab, wie gut die aktuelle Krisensituation gemeistert werden kann. Für viele Kunden bleibt zu hoffen, dass der Spielwaren-Händler schnell wieder auf die Beine kommt und die bunten Regale bald wieder in voller Pracht erstrahlen. Bleiben Sie dran, wenn wir über die neuesten Entwicklungen rund um Rofu berichten!