Zukunftsorientierte Seniorenpolitik: Chancen und Herausforderungen beim 16. Seniorenforum in Amberg
Am 3. November 2026 war es wieder soweit: Das 16. Seniorenforum der Stadt Amberg öffnete seine Türen im Congress Centrum. Rund 55 Menschen fanden sich ein, um sich über Themen zu informieren, die für viele von großer Bedeutung sind. In geselliger Runde wurde über die Herausforderungen und Chancen der Betreuung und Pflege zu Hause, Barrierefreiheit sowie Mobilität und die verschiedenen Rufbus-Angebote diskutiert. Ein bunter Mix aus Bürgerschaft, Stadtverwaltung, Polizei und dem Zweckverband Nahverkehr sorgte für einen lebhaften Austausch.
Oberbürgermeister Michael Fritz ließ es sich nicht nehmen, die Vertreter der Seniorenclubs sowie der Stadtverwaltung herzlich zu begrüßen. Er wusste, wie wichtig dieser Dialog ist – schließlich geht es um die Lebensqualität der älteren Bürgerinnen und Bürger. Ein Fachvortrag von Ralph Pittack von der Pflegeagentur Eberle GbR beleuchtete das Thema „Fit für die Betreuung daheim – Möglichkeiten, Kosten & Grenzen“. Dabei ging es nicht nur um trockene Zahlen, sondern vor allem um hilfreiche Informationen zu Beratungsangeboten, Unterstützungsleistungen und Finanzierungsmöglichkeiten bei Pflegebedürftigkeit.
Wichtige Themen und Anliegen
Die Stadtverwaltung nahm sich zudem Zeit, um über Anliegen aus vorherigen Seniorenforen zu berichten. Dabei wurden Themen wie die Parkplatzsituation am Katharinenfriedhof, die Planungen rund um den ehemaligen Kartoffelbrunnen sowie Barrierefreiheit und Mobilität im Stadtgebiet angesprochen. Ganz klar: Hier gibt es noch Handlungsbedarf, und die Stimmen der Seniorinnen und Senioren werden gehört.
Ivanca Lazinica vom Zweckverband Nahverkehr Amberg-Sulzbach informierte über die Rufbusse. Sie klärte über die Buchungsmöglichkeiten und Einsatzzeiten auf und betonte, dass diese Dienste besonders für mobilitätseingeschränkte Personen von Bedeutung sind. Es ist einfach wichtig, dass alle Bürgerinnen und Bürger gleichberechtigt am Leben in Amberg teilnehmen können.
Ein Forum für alle
Das Seniorenforum bündelt bedeutende gesellschaftliche Kräfte in Amberg. Hier kommen Politik, Verwaltung, Freie Träger, Kirchen sowie Gewerkschaften und Verbände zusammen. Die Anliegen der älteren Generation haben einen hohen Stellenwert, und das Forum versteht sich als Plattform, die auch die besonderen Belange der nicht vertretenen Gruppen und Einzelpersonen berücksichtigt.
Einladungen werden mindestens 21 Tage vor dem Veranstaltungstermin verschickt. Dabei wird darauf geachtet, dass die Tagesordnung nur Angelegenheiten der Stadt Amberg enthält. Vorschläge für seniorenrelevante Projekte können hier eingebracht werden. Die Teilnehmenden sind nicht nur Zuhörer, sondern aktiv beteiligt – das stärkt die Gemeinschaft und die Stimme der Seniorinnen und Senioren.
Ein Blick in die Zukunft
In einer Zeit, in der die Gesellschaft sich ständig wandelt, ist eine zukunftsorientierte Seniorenpolitik unerlässlich. Die herkömmlichen Modelle, wie die Abhängigkeit von Angehörigen oder die Unterbringung in speziellen Alten- und Pflegeeinrichtungen, reichen nicht mehr aus. Vielmehr sind neue, generationenübergreifende Wohn- und Versorgungsformen gefragt. Hierbei werden Kommunen als zentrale Orte genannt, wo eine hohe Lebensqualität im Alter umgesetzt werden kann. Das Netzwerk „Soziales neu gestalten“ (SONG) hat sich dieser Herausforderung angenommen und untersucht, wie Sozialräume und Quartiere zukunftsfähig gestaltet werden können.
In diesem Kontext ist es wichtig, dass verschiedene Politikfelder und örtliche Akteure zusammenarbeiten. Die Fähigkeiten, Ressourcen und Potenziale vieler älterer Menschen sollten stärker in den Fokus rücken. Denn die älteren Generationen sind nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine wertvolle Ressource für die Gesellschaft. Es gilt, ihre Wünsche und Bedürfnisse ernst zu nehmen und in die kommunale Planung einzubeziehen.
Zum Ende der Veranstaltung bedankte sich Michael Fritz bei den Referenten, Gästen und Mitarbeitenden. Es war ein Tag voller Informationen, Austausch und vielleicht auch ein bisschen Hoffnung für die Zukunft der Senioren in Amberg.
