Siemens in Amberg: Ein leuchtendes Beispiel für gelebte Inklusion
Amberg, die kleine Stadt mit dem großen Herzen, hat kürzlich einen dicken Grund zur Freude. Der Siemens-Standort dort wurde mit dem Bayerischen Inklusionspreis „JobErfolg 2026“ in der Kategorie Privatwirtschaft ausgezeichnet. Das fand im Historischen Rathaussaal der Stadt Nürnberg statt, einem Ort, der allein schon mit seinen alten Mauern Geschichten erzählt. Diese Auszeichnung, die seit 2005 vom bayerischen Behindertenbeauftragten und dem Sozialministerium verliehen wird, zielt darauf ab, Arbeitgeber zu ehren, die Inklusion im Arbeitsleben vorbildlich umsetzen. Ein wichtiges Zeichen, das zeigt, wie sehr das Thema Inklusion in der heutigen Zeit an Gewicht gewonnen hat.
Das Team von Siemens, vertreten durch Ramona Grosser, die Personalleiterin, und Werner Ahles, den Schwerbehindertenbeauftragten, nahm die Auszeichnung mit Stolz entgegen. Die Jury lobte besonders die strukturelle und kulturelle Verankerung von Inklusion im Unternehmen. Ein echter Gemeinschaftsprozess, könnte man sagen! Das „Prinzip des runden Tisches“ sorgt dafür, dass Mitarbeitende, Führungskräfte, die Schwerbehindertenvertretung und der betriebliche Gesundheitsdienst gemeinsam Lösungen erarbeiten. Ein Ansatz, der nicht nur gut klingt, sondern auch funktioniert. Die hervorragende Umsetzung der Barrierefreiheit sowie das betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) sind nur einige Aspekte, die hier hervorgehoben wurden.
Inklusion als Erfolgsfaktor
Es ist beeindruckend, wie Siemens verschiedene Modelle für Menschen mit Behinderung und ältere Beschäftigte umsetzt. Staatsministerin Ulrike Scharf hat kürzlich betont, wie wichtig Inklusion für die soziale Teilhabe und als Wettbewerbsfaktor ist. Holger Kiesel, der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung, hob hervor, dass sich das Bewusstsein der Arbeitgeber für die Potenziale von Menschen mit Behinderung zum Positiven gewandelt hat. Ramona Grosser selbst bestätigte, dass Inklusion Teil des täglichen Miteinanders bei Siemens ist und Vielfalt als Erfolgsfaktor betrachtet wird. Klingt nach einem tollen Arbeitsklima, oder?
Siemens AG ist nicht nur ein Vorreiter in Sachen Inklusion, sondern auch eines der führenden Technologieunternehmen weltweit. Mit einem Umsatz von 78,9 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2025 und einem Gewinn nach Steuern von 10,4 Milliarden Euro kann sich das Unternehmen durchaus sehen lassen. Zum 30.09.2025 beschäftigte Siemens rund 318.000 Menschen – eine beeindruckende Zahl!
Ein Blick in die Vergangenheit
Doch der Bayerische Inklusionspreis hat eine lange Tradition. Bereits im Jahr 2005 fand die erste Preisverleihung in Nürnberg statt, wo Unternehmen für ihre vorbildlichen Integrationsmaßnahmen ausgezeichnet wurden. Jedes Jahr, mit Ausnahme der Jahre 2020 und 2021, wurden die Preisträger in verschiedenen Kategorien ernannt. So erhielten beispielsweise 2022 die BMW Group in Dingolfing und das Bayerische Landeamt für Steuern in der Kategorie Öffentlicher Dienst den Preis. Auch in den Jahren zuvor wurden zahlreiche Unternehmen gewürdigt, die sich für die Inklusion stark machen.
Besonders interessant ist, dass diese Auszeichnung nicht nur für große Unternehmen gilt. Kleinere Betriebe, wie der Maler- und Restaurationsbetrieb von Günter Köhler in Bamberg, wurden mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Das zeigt, dass Inklusion überall möglich ist, egal wie groß oder klein ein Unternehmen ist.
Viel mehr als nur ein Preis
Der Inklusionspreis ist mehr als nur ein Stück Papier – er ist ein Zeichen des Wandels. Ein Wandel, der zeigt, dass Inklusion nicht nur ein Schlagwort ist, sondern tatsächlich gelebt wird. Die zahlreichen Preisträger über die Jahre hinweg belegen, dass es in Bayern zahlreiche Unternehmen gibt, die sich für Vielfalt und Chancengleichheit stark machen. Und genau das ist es, was unsere Gesellschaft braucht: ein Miteinander, das Brücken schlägt und Chancen eröffnet.
In einer Welt, die oft so schnelllebig und hektisch ist, bleibt die Hoffnung, dass solche Initiativen und Auszeichnungen weiterhin die Menschen inspirieren und Veränderungen bewirken. Denn letztendlich profitieren wir alle von einer inklusiven Gesellschaft, in der jeder die Möglichkeit hat, sein Potenzial auszuschöpfen – das ist der wahre Gewinn.
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