Kirwa in Berghausen: Ein Fest der Tradition und Lebensfreude
In Berghausen war es mal wieder soweit! Die Dreifaltigkeits-Kirchweih zog die Menschen massenhaft an und verwandelte den Dorfplatz in einen bunten Treffpunkt voller Leben und Tradition. Am Sonntagnachmittag tanzten 14 Paare zur mitreißenden Musik von „Saba z‘dreckat“ und stellten den Kirwa-Baum auf. Ein Erlebnis, das man einfach hautnah miterleben musste! Und das neue Oberkirchweihpaar, Magdalena Eck und Sebastian Höllriegl, trug dazu bei, dass die Stimmung noch mehr aufblühte.
Der Dorfplatz diente nicht nur als Tanzfläche, sondern auch als Anlaufstelle für allerlei Kirwa-Aktivitäten. Von der Plattenparty bis hin zu Brauchtumstänzen und der Versteigerung des Kirwa-Wahrzeichens war einfach alles dabei. Die Dekoration der Kirwa-Bar bekam sogar das Motto „Weihnachten“ verpasst – ein bisschen schräg, aber hey, wer braucht schon Jahreszeiten, wenn es um Feiern geht? Während die Kirchweihpaare den Moser-Hias-Hit „Lieber Gott lass die Sonne wieder scheinen“ anstimmten, kam der Regen tatsächlich zum Stillstand. Ein Zeichen, dass die Tradition hier noch Magie hat!
Kirwa und ihre Bräuche
Vor 30 Jahren übernahm die Dorfgemeinschaft die Ausrichtung der Kirwa, nachdem das Dorfwirtshaus die Türen schloss. Seither hat sich die Kirwa zu einem festen Bestandteil des Dorflebens entwickelt. Der Kirwa-Baum, der in diesem Jahr durch Gewitterböen leicht geneigt wurde, konnte die Stimmung jedoch nicht trüben. Im Gegenteil, Matthias Sossau aus Thonhausen gewann ihn – ein Glücksgriff für ihn und ein Grund zum Feiern für alle! Die Verlosung und Versteigerung fanden wie gewohnt statt und zogen Besucher aus umliegenden Ortschaften an, darunter Mendorferbucher, Wolfsfelder und viele mehr.
Ein weiteres Highlight war das Schnoderhüpfl-Singen, bei dem Insider-Wissen und geheimnisvolle Dorfanekdoten in Form von Dreizeilern geteilt wurden. Themen wie die „1000 Kirwa-Lose schwere Spendierhose“ oder der versenkte Radlader sorgten für Schmunzeln und große Augen. Und komischerweise sollen die Wolfsfelder einen Gutschein zum Kirwabaum-Schnitzen erhalten haben – das ist doch mal eine witzige Wendung, oder? Auch die Feuerwehr in Allersburg ließ es sich nicht nehmen, mit Kalenderdaten zu Ausrückterminen einzuladen. Und bei den Mendorferbuchern wurde beim Fußballspielen anscheinend der Wirt vergessen – das hat einen ganz eigenen Charme!
Der Kirwabär und seine Traditionen
Am Kirwamontag steht dann eine ganz besondere Tradition an. Der Kirwabär wird aus den Kirwapaare gewählt – manchmal ganz unkonventionell durch verspätetes Erscheinen oder Trinkfestigkeit. Mit Kohle bewaffnet geht er dann durch das Dorf und sorgt für einen fröhlichen Schabernack, während die Kirwagemeinschaft und Musikanten ihm folgen. Passanten und Kinder werden mit Ruß beschmiert – ein Spaß, der für viele zum Kirwa-Erlebnis dazugehört.
Der Zug durch das Dorf wird an verschiedenen Stationen unterbrochen, besonders bei Wirtshäusern oder bei großzügigen Haushalten. Hier gibt’s Schnaps und Tanz, und die Stimmung sollte besser nicht zu toppen sein. Es ist einfach ein Fest der Gemeinsamkeit und ein Zeichen dafür, wie tief verwurzelt die Traditionen im bayerischen Leben sind.
So zieht die Kirchweih auch weiterhin Jung und Alt in ihren Bann. Berghausen zeigt, dass Brauchtum lebt und mit jedem Jahr mehr Menschen zusammenbringt. Wer weiß, vielleicht wird auch der Kirwabär schon bald wieder gewählt und bringt noch mehr Freude in die Region! Bis zum nächsten Jahr, wenn es wieder heißt: „Kirwa, wir kommen!“


