Heute ist der 20.05.2026 und die Gemeinde Ursensollen hat in einer spannenden Sitzung des Gemeinderats ihren Haushalt für das Jahr 2026 beschlossen. Ein bisschen wie ein großes Familientreffen – nur dass es nicht um die letzten Urlaubspläne geht, sondern um finanzielle Weichenstellungen für die Zukunft. Albert Geitner von der Freien Wählergemeinschaft (FW), der scheidende Bürgermeister, bekam nicht nur einen herzlichen Abschied, sondern auch Dankesurkunden für die scheidenden Mitglieder des Gemeinderats. Da waren unter anderem Horst Lihl, der unglaubliche 30 Jahre im Dienst war, und Norbert Mitlmeier, der 18 Jahre lang die Geschicke der Gemeinde mitgestaltet hat. Ein ganz schöner Brocken an Erfahrung, der uns da verlässt!
Mit einem knappen Ergebnis von 9:7 Stimmen wurde der Haushalt, der umfassende Investitionen in Feuerwehr, Schule und Infrastruktur umfasst, verabschiedet. Kämmerin Irene Albert präsentierte die Zahlen, die sich wie ein spannendes Rätsel entpinnen: Der Verwaltungshaushalt beläuft sich auf etwa 10,3 Millionen Euro, während der Vermögenshaushalt auf 5,1 Millionen Euro kommt. Und ja, es ist nicht zu übersehen – die Gemeinde plant eine Kreditaufnahme von einer Million Euro. Ein kleiner Schritt in Richtung Neuverschuldung, aber immer noch unter dem Landkreisniveau, was ein gutes Gefühl hinterlässt.
Investitionen, die zählen
Die größten Posten im Haushalt sind klar umrissen. Ein Neubau des Rathauses steht mit 870.000 Euro ganz oben auf der Liste. Und auch die Feuerwehren dürfen sich freuen – fast eine Million Euro fließt in neue Geräte und Fahrzeuge! 400.000 Euro für das Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Hohenkemnath und 465.000 Euro für die neuen Fahrzeuge sind nicht gerade Peanuts. Das wird die Einsatzkräfte sicherlich stärken!
Doch das ist nicht alles. Infrastrukturinvestitionen in Höhe von 660.000 Euro für die Gemeindeverbindungsstraße, 500.000 Euro für Kanalbau und Kläranlage sowie 132.000 Euro für die Anbindung der Schule an das Wärmenetz sind weitere wichtige Vorhaben, die die Lebensqualität in Ursensollen verbessern sollen. Wenn man darüber nachdenkt, kann man fast die Bagger schon hören, die bald anrollen werden.
Eine kleine Verschuldung mit großer Wirkung
Die Verschuldung der Gemeinde steigt von 3,15 Millionen Euro auf 3,8 Millionen Euro, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 1.000,79 Euro entspricht. Im Vergleich zum Landkreis, wo die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung bei 1.598 Euro liegt (Stand: 31. Dezember 2024), kann Ursensollen dennoch mit einem guten Gefühl dastehen. Es wird also weiterhin eine solide Finanzpolitik betrieben, auch wenn die Schuldenlast ein wenig steigt.
Im größeren Rahmen wird auch auf Bundesebene ein Haushaltsplan geschnürt, der mit 524,54 Milliarden Euro eine Steigerung von 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr aufweist. Im Gespräch sind bedeutende Investitionen in die Infrastruktur, Klimaschutz und die Bundeswehr. Das klingt nach großen Plänen und finanziellen Herausforderungen. Die Abgeordneten haben in den letzten Wochen hart gearbeitet, um diesen Plan auf die Beine zu stellen. Es gibt also auch auf dieser Ebene einiges zu tun und zu bedenken.
Die Welt der Finanzen scheint manchmal ein bisschen wie ein Drahtseilakt – besonders in diesen unsicheren Zeiten. Während Ursensollen sich auf seine eigenen Herausforderungen konzentriert, bleibt abzuwarten, wie sich die Bundespolitik auf die lokale Ebene auswirkt. Eines ist sicher: Die Entscheidungen, die heute getroffen werden, prägen die Zukunft der Gemeinde und ihrer Bürger. Und vielleicht wird das neue Rathaus bald ein Ort sein, an dem nicht nur Entscheidungen getroffen, sondern auch Geschichten erzählt werden.