Im Sportheim des SV Inter Bergsteig Amberg hat die Schiedsrichter-Gruppe Amberg am 22. Februar 2026 ihren ersten Lehrabend des Jahres abgehalten. Obmann Thomas Gabele durfte dabei zahlreiche hochkarätige Gäste begrüßen, darunter Oberbürgermeister Michael Cerny, den Bezirksvorsitzenden Thomas Graml und den Kreisvorsitzenden Albert Kellner. Die Veranstaltung bot nicht nur eine Rückschau auf das vergangene Jahr, sondern auch einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen für Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter.

Begleitet von eindrucksvoller Musik und einer Präsentation, die die Erlebnisse und Statistiken des Jahres 2025 zusammenfasste, erhielten die rund 1.000 anwesenden Schiedsrichter einen Überblick über ihre Arbeit. Dabei wurden die beeindruckenden Zahlen präsentiert: Bei insgesamt 15 Lehrabenden und Sitzungen waren durchschnittlich 72 Schiedsrichter pro Veranstaltung anwesend, und 41 Prozent der Teilnehmer erfüllten die Voraussetzungen für Anrechenbarkeit. So wurde auch die „Hitliste“ vorgestellt, die Moritz Fischer und Adrian Kohn mit jeweils 98 Einsätzen anführte.

Auszeichnungen und Ehrungen

Besondere Anerkennung erhielten in diesem Rahmen auch die langjährigen Schiedsrichter. Christian Hubmann, Rainer Liermann und Georg Specht wurden für 35 Jahre treue Dienste geehrt. Zudem bekam Christina Höllriegel das Verbandsehrenzeichen in Silber für 20 Jahre Engagement und Jonas Kohn wurde mit der Bezirksnadel in Gold für 15 Jahre ausgezeichnet. In einem feierlichen Moment äußerte Oberbürgermeister Cerny seinen Dank und Respekt für die wertvolle Arbeit der Schiedsrichter.

Ein Highlight des Abends war die Aktion „Danke Schiri“, bei der Hans Gurdan in der Kategorie Ü50 und Lukas Schwendner in der Kategorie U50 nominiert wurden. Lukas Schwendner wurde schließlich Bezirkssieger und hat sich damit für die Ehrung auf Verbandsebene qualifiziert. Auch die Neuwahlen der Kreisschiedsrichter-Obmänner verliefen reibungslos und Thomas Gabele wurde für seine Rolle als Kreisschiedsrichter-Obmann bestätigt.

Aufstiegsmöglichkeiten für Schiedsrichter

Wie wird man eigentlich Schiedsrichter? Diese Frage begleitet viele Sportbegeisterte, und die Antwort ist klar: Zuverlässigkeit und regelmäßige Spielleitungen sind entscheidend. Nach dem DFB erfolgt eine Bewertung durch Vereine, Beobachter und Coaches, die Fortschritt und Engagement spiegeln. Aufsteigende Schiedsrichter sollten sich ständig verbessern und erhalten dabei enge Rückmeldungen, die für zukünftige Aufgaben von Bedeutung sind.

Ein systematisches Ausbildungsprogramm spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Die Schiedsrichter Ausbildung wird durch eine spezielle Plattform, die Faustball-Schiedsrichter bereitstellt, unterstützt. Um eine SR-Lizenz zu erwerben, ist die Teilnahme an Ausbildungslehrgängen unabdingbar. Online-Prüfungen sind nicht ausreichend, sodass auch der persönliche Austausch und das gemeinsame Lernen in Präsenzlehrgängen seine Bedeutung haben. Die Lernplattform fördert die Ausbildung über vielseitige Module und moderne Materialien.

Insgesamt ist die Schiedsrichterarbeit von einem starken Gemeinschaftsgeist geprägt, in dem sowohl die Spaß an der Sache als auch der Respekt vor den Entscheidungen des Einzelnen im Vordergrund stehen. Die Schiedsrichtergruppe Amberg zeigt damit eindrucksvoll, wie man jungen Talenten nicht nur die Grundlagen des Spiels, sondern auch die Bedeutung von Fairness und Teamgeist näherbringt.