Heute ist der 20.06.2026 und wir werfen einen Blick auf ein Unternehmen, das in der Region Amberg-Sulzbach tief verwurzelt ist: Conrad Electronic SE. Mit einer über hundertjährigen Unternehmensgeschichte hat sich der Technikhändler mittlerweile so aufgestellt, dass er „börsenfähig“ ist. Ein Börsengang ist zwar nur eine von mehreren Optionen, die aktuell geprüft werden, doch der Repräsentant der Gesellschafterfamilie, Werner Conrad, legt großen Wert darauf, die Unternehmensidentität zu wahren. Es geht nicht um die schnellste Lösung, sondern um die beste.

Die Transformation von einem klassischen Technikhändler zu einer Firmenkunden-Beschaffungsplattform ist nicht von der Hand zu weisen. In den letzten 25 Jahren hat das Unternehmen seinen Umsatz von 475 Millionen Euro auf über eine Milliarde Euro gesteigert. Das ist schon eine Hausnummer! Und das, obwohl die operative Struktur für Mitarbeitende, Kunden und Partner unverändert bleiben soll. Jährlich liefert Conrad Logistik rund zehn Millionen Sendungen in 150 Länder – das ist eine logistische Meisterleistung!

Die Rolle von Goldman Sachs

Begleitet wird der gesamte Prozess von Goldman Sachs, einem der wichtigsten Finanzdienstleister weltweit. Diese Unterstützung ist nicht ganz unbedeutend, denn die letzten Börsengänge waren im historischen Vergleich eher mau. Wo zwischen 2020 und 2021 noch über 400 Börsengänge und 810 SPACs stattfanden, gab es seit Jahresbeginn 2022 nur noch 32 Börsengänge. Das ist ein dramatischer Rückgang!

Goldman Sachs sieht jedoch ein Comeback der Börsengänge am Horizont, was auf sich verbessernde makroökonomische Bedingungen hinweist. Erfolgreiche Börsengänge, wie die von Arm und Instacart, könnten ein Dominoeffekt auslösen – und das wäre für Conrad Electronic natürlich ein gutes Zeichen.

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Marktentwicklungen und Herausforderungen

Die Performance der Börsengänge aus den Jahren 2020 und 2021 war allerdings ernüchternd. Der Median lag 48 Prozentpunkte hinter dem Russell 3000 zurück, und nur 18 Prozent dieser Börsengänge konnten den Index übertreffen. Komischerweise zeigen aktuelle Trends, dass Aktien, die am ersten Handelstag um mehr als 50 Prozent zulegen, in den folgenden drei Monaten noch einmal um 5 Prozent zulegen können. Das macht die ganze Sache natürlich auch spannend für die Investoren.

Für Conrad Electronic wird es entscheidend sein, ob sie die zwei Schlüsselmerkmale für erfolgreiche Börsengänge erfüllen können: ein Umsatzwachstum von mehr als 40 Prozent im zweiten und dritten Jahr nach dem Börsengang sowie ein positiver Nettogewinn im achten Quartalsbericht. Schafft das Unternehmen dies, könnte es in den ersten zwei Jahren den Russell 3000 um 22 Prozentpunkte übertreffen – das wäre ein großer Erfolg!

Ein weiterer Punkt ist, dass Anleger heutzutage Aktien mit hoher Rentabilität bevorzugen. Unternehmen, die in den letzten zwei Jahren an die Börse gingen und unrentabel waren, sahen sich oft mit Kursverlusten konfrontiert. Das gilt es zu vermeiden. Die Zeit wird zeigen, ob sich diese Überlegungen bei Conrad Electronic auszahlen. Die Weichen sind gestellt, und wir sind gespannt, wie sich das alles entwickeln wird.

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