Heute ist der 22. Mai 2026, und in Altötting hat sich einiges getan. Am 20. Mai fand die konstituierende Sitzung des neuen Kreistages statt. Ein wichtiger Tag für die Region, denn mit Dr. Tobias Windhorst von der CSU hat der Kreistag einen neuen Landrat, der nun die Geschicke des Landkreises lenken wird. Bei strahlendem Wetter – ja, die Sonne schien, als hätte sie einen guten Grund zum Feiern – übernahm Windhorst die Sitzungsleitung und hielt ein paar einführende Worte, die den versammelten Mitgliedern und Gästen einen ersten Eindruck seiner Vision für die kommenden Jahre vermittelten.

Insgesamt 25 neue Mitglieder wurden in den Kreistag gewählt, und die Ehrung langjähriger Mitglieder, wie Ingrid Heckner und Monika Pfriender, war ein berührender Moment. Beide wurden für ihre 30-jährige Treue und das Engagement gewürdigt. Es ist immer wieder schön zu sehen, wie viel Herzblut in die lokale Politik gesteckt wird. Doch auch Diskussionen blieben nicht aus. So gab es lebhafte Debatten über Heckners Wahl zur Stellvertreterin des Landrats, nachdem ein früherer Kommentar zur AfD in der Öffentlichkeit für Aufregung sorgte. Dank der Rückendeckung von Maik Krieger (CSU) und Dieter Wüst (Freie Wähler) konnte sie sich dann aber mit klarer Mehrheit durchsetzen.

Die Sitzung im Detail

Die Tagesordnung war mit 31 Punkten vollgepackt. Neben der Vereidigung des neuen Landrats stand auch die Bildung des Kreisausschusses auf der Liste. Die Diskussionen waren lebhaft, und die Mitglieder zeigten viel Engagement. Ein Höhepunkt war sicherlich die Entscheidung, die Anzahl der Stellvertreter nicht auf fünf zu erhöhen – ein Vorschlag, der abgelehnt wurde. Stattdessen wurden Franz Kammhuber (SPD), Monika Pfriender (Grüne) und Barbara Strehle (Freie Wähler) als weitere Stellvertreter gewählt.

Einige Fragen, die von der AfD-Fraktion zur Besetzung des Verwaltungsrates des InnKlinikums gestellt wurden, sorgten für etwas Verwirrung. Der Kreistag wies darauf hin, dass solche Themen nicht zur konstituierenden Sitzung gehören sollten. Manchmal schüttelt man einfach nur den Kopf und fragt sich, was sich die Leute dabei denken. Aber wie dem auch sei, der Rest der Sitzung verlief routiniert. Man könnte sagen, es war, als ob alle in einem gut geölten Uhrwerk zusammenarbeiteten, und die Vertreter wurden in verschiedene Zweckverbände entsandt.

Ein Blick in die Zukunft

Jetzt steht der neue Kreistag vor der Herausforderung, eine Geschäftsordnung zu erarbeiten, die die Verfahren zur Besetzung der Ausschüsse regelt. Die Bildung von Umwelt- und Schulausschüssen sowie die Benennung der Fraktionssprecher müssen ebenfalls angegangen werden. Es gibt viel zu tun, und die Vorfreude auf die kommenden Projekte ist spürbar. Man merkt, dass die Mitglieder motiviert sind und bereit, die Ärmel hochzukrempeln.

Die Vertretung des Landkreises in verschiedenen Gremien – sei es im Verwaltungsrat des InnKlinikums oder in den Aufsichtsräten von Sparkassen und anderen Einrichtungen – wird ebenfalls ein zentrales Thema sein. Es wird spannend zu sehen, wie die neuen Mitglieder ihre Ideen und Perspektiven einbringen und damit frischen Wind in die Politik des Landkreises bringen werden.