Heute ist der 14.07.2026 und während wir hier in Altötting die warmen Sommertage genießen, fliegen die Mauersegler über unseren Köpfen in spektakulären Manövern. Wer schon einmal Zeuge ihrer rasanten Fluggeschwindigkeit von bis zu 200 km/h geworden ist, der weiß, dass diese kleinen Flugkünstler etwas ganz Besonderes sind. Morgens und abends ziehen Schwärme von 20 oder mehr Exemplaren durch die Lüfte, während ihre charakteristischen „Sriii“-Rufe den sozialen Zusammenhalt in der Gruppe fördern. Es ist fast so, als würden sie uns einladen, ihre aufregenden Abenteuer zu beobachten.

Die Mauersegler verbringen über 99 % ihrer Zeit in der Luft und kehren nach beeindruckenden 200.000 geflogenen Kilometern Ende April zu ihren Brutplätzen zurück. Diese Brutplätze befinden sich oft in älteren Siedlungsgebieten oder landwirtschaftlichen Gebäuden. Das Problem? Moderne Bauweisen bieten den Mauerseglern kaum noch geeignete Nistmöglichkeiten. Abrissarbeiten und Dachsanierungen können schnell dazu führen, dass diese Lebensräume verloren gehen, was sich leider negativ auf die Population auswirkt.

Ein Zuhause für Mauersegler schaffen

Wenn Sie in der Umgebung von Altötting leben und etwas für diese faszinierenden Vögel tun möchten, gibt es einige Möglichkeiten! Mauersegler sind Höhlenbrüter und nisten oft unbemerkt in menschlichen Ansiedlungen, bevorzugen dabei hohe, alte Gebäude und Industrieanlagen. Ihre Nistplätze sind das ganze Jahr über gesetzlich geschützt, was bedeutet, dass bei Sanierungsmaßnahmen während der Brutzeit besondere Vorsicht geboten ist.

Falls Sie einen Nistkasten aufhängen möchten – und das sollten Sie! – gibt es einige Tipps, die Sie beachten sollten: Anbringen in der Nähe bestehender Kolonien ist eine gute Idee. Einfluglöcher sollten klein und nicht immer von unten einsehbar sein, mit einer Einflughöhe von mindestens 5 Metern. Außerdem sollten die Kästen auf der Nord- oder Ostseite montiert werden, um Überhitzung im Sommer zu vermeiden. Und ja – Mauersegler verwenden kaum Nistmaterial, sie kleben ihre Nester mit in der Luft gesammelten Materialien!

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Gemeinsam für den Artenschutz

Ein großer Teil des Problems ist, dass viele Menschen gar nicht wissen, wie wichtig der Schutz der Mauersegler ist. Bei Gebäudesanierungen ist es daher ratsam, sich beraten zu lassen. Die untere Naturschutzbehörde bietet beispielsweise Plaketten „Mauersegler willkommen“ an, um auf die Bedeutung der Brutplätze hinzuweisen. Wenn Sie einen Nistkasten aufstellen, sollten Sie darauf achten, dass dieser geräumig genug ist, um Platz für 1 bis 3 Küken zu bieten – denn die Mauersegler haben eine beeindruckende Flügelspannweite von ca. 40 cm.

Die Pflege der Nistkästen ist nicht sehr aufwendig, aber dennoch sinnvoll: Nach dem Abflug im Herbst sollten die Kästen verschlossen und im April wieder geöffnet werden. So bleibt der Platz für unsere gefiederten Freunde attraktiv. Und, ganz wichtig: Mauersegler sind ortstreu und nutzen ihre Brutplätze ein Leben lang! Ersatzquartiere sollten also immer in der Nähe des alten Brutplatzes bereitgestellt werden.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie wir alle etwas zum Schutz der Mauersegler beitragen können. Ob durch das Aufstellen von Nistkästen oder durch Aufklärung über ihre Bedeutung – jeder kleine Schritt zählt. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass diese beeindruckenden Vögel auch in Zukunft über unsere Köpfe hinweg fliegen können, während wir ihre Kunststücke bestaunen.

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