Abschied von Pater Brühl: Ein Kapitel voller Herz und Gemeinschaft endet in Friedberg
Heute ist der 16.07.2026 und in Friedberg, wo die Wellen der Veränderung unaufhaltsam an die Ufer der Tradition branden, gibt es Neuigkeiten, die viele Herzen bewegen werden. Nach fast zwei Jahrzehnten verlässt Pater Steffen Brühl die Stadt. Eine Ära geht zu Ende. Fast 20 Jahre hat er hier gelebt und gearbeitet, 13 Jahre davon als Seelsorger in St. Jakob und die letzten 9 Jahre als Pfarrer. Ende August wird er nach Limburg versetzt, um dort ein Sabbatical anzutreten. Ein Abschied, der nicht nur für ihn, sondern auch für die Gemeinde St. Jakob von großer Bedeutung ist.
Mit Brühls Weggang endet die Zeit von St. Jakob als Einzelpfarrei. Er war der letzte Stadtpfarrer, und das hat etwas Wehmütiges. Die fünf Pfarreien Derching, Friedberg, Haberskirch, Stätzling und Wulfertshausen werden in einer neuen Pfarreiengemeinschaft zusammengeführt, und ein neues Priesterteam mit einem leitenden Pfarrer wird die Verantwortung übernehmen. Veränderungen, die nicht nur die Struktur, sondern auch das Gemeinschaftsgefühl beeinflussen werden.
Ein Herz für die Menschen
Pater Brühl hat viel Zeit in Friedberg verbracht und sich tief mit der Stadt verbunden gefühlt. Er war nicht nur ein Geistlicher, sondern auch ein aktives Mitglied der Gemeinschaft. Im Friedberger Bündnis für Demokratie und Vielfalt hat er sich engagiert und eine Kundgebung im Januar 2024 organisiert. Sein Einsatz für Menschenwürde, Freiheit, Frieden und Gerechtigkeit war unermüdlich. Ein echter Kämpfer für die Werte, die uns alle verbinden.
Besonders in Erinnerung bleiben wird sein Engagement für das „Divano“, das unter seiner Leitung zu einem soziokulturellen Treffpunkt avancierte. Da wurde nicht nur geredet, sondern auch gelebt. Brühl hat viele Projekte initiiert, wie die Zusammenlegung der Stadtbücherei St. Jakob und das Divano – ein echter Gewinn für die Stadt. Auch die gemeindezentrierte Jugendarbeit in St. Jakob erhielt durch ihn neuen Schwung. Und wenn man an die Generalsanierung der Wallfahrtskirche St. Afra im Felde denkt, die von 2021 bis 2024 stattfand, wird klar, wie wichtig ihm die Verbindung von Glauben und Gemeinschaft war.
Ein unvergesslicher Abschied
Er plant eine Abschiedsfeier am 26. Juli, die mit einem Festgottesdienst und einem Pfarrfest gefeiert werden soll. Ein schöner Abschluss einer langen Reise. Sein letzter Gottesdienst in Friedberg wird am 30. August stattfinden – ein Moment, der sicher viele Emotionen hervorrufen wird. Es wird nicht nur ein Abschied von ihm, sondern auch ein Abschied von einer gewissen Zeit sein, die geprägt war von Hoffnung, Zusammenhalt und einer erlebten Gemeinschaft.
Wenn man über die Jahre nachdenkt, die Pater Brühl hier verbracht hat, wird deutlich, dass er nicht nur ein Priester, sondern auch ein Mensch war, der die Menschen um sich herum aktiviert und inspiriert hat. Die Kirchen sah er nicht nur als Orte für Gottesdienste, sondern als Begegnungsräume, in denen das Leben pulsiert. Und genau das hat er in Friedberg gelebt und gefördert – ein Erbe, das weiterleben wird, auch wenn er seine Zelte woanders aufschlägt.
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